Ein Chromebook statt eines Windows PC’s

Ich habe lange überlegt ob ich ein Artikel zum Thema „Ich habe ein neues Notebook“ schreiben soll. Ich mach’s jetzt einfach. Eigentlich hätte ich so ein neues Ding nicht gebraucht. Hier werkelten ein Surface Go der ersten Generation und ein Notebook der Marke LincPlus. Letzteres ist ein Chinateil. Wobei ich das jetzt nicht negativ meine. Es ist aber ein superbilliges und doch einigermaßen hochwertiges 14 Zoll Notebook. Und jetzt hat mir der Black Friday ein neues Acer Spin 311 – ein Chromebook – beschert. Eigentlich bestelle ich alles bei Amazon, das ist jetzt von Otto. Der Versender war einfach billiger.

Chromebooks zeichnen sich dadurch aus, dass anders als bei einem klassischen Notebook Anwendungsprogramme zum überwiegenden Teil als Applikation im Chrome-Browser laufen.

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Warum jetzt ein Chromebook, wo ich doch hier sehr viel über Windows berichte. Ich denke das lag auch ein klein wenig an Windows 11 und der Tatsache, dass keiner der Notebooks und PC’s hier im Haus „Windows 11 Ready“ ist. Ich habe mich tierisch über Microsoft geärgert, obwohl ich zum Schluss doch auf fast allen Windows 11 laufen hatte. So ganz neu ist mir dieses Chrome OS nicht. Dieses neue Acer ist bereits das dritte Chromebook. Das Erste habe ich nach kurzer Zeit wieder verkauft, das letzte meinem Sohn geschenkt. Das hier ist also ein neuer Versuch mit dem Google Betriebssystem klar zu kommen.

Bevor ich auf das Convertible eingehe erst ein paar Worte zu Chrome OS. Der Grundgedanke dieses Betriebssystem ist: Man kann alles in der Cloud erledigen. Dementsprechend hatte die ersten Versionen auch nur den Browser Chrome an Board. Das hat sich in der aktuellen Version geändert. Die bringt ein komplettes Android-System mit. Android Apps können jetzt ebenso installiert werden wie Chrome Apps und PWA’s. Das Menü (wie nennt man das offiziell?) ist dementsprechend eine wilde Mischung aus all dem. Beim ersten Klick auf die App (oder was das auch immer ist) weiß man nicht was da jetzt startet. Kommt noch hinzu, dass man nur wenige Android-Apps installieren kann. Bei den meisten steht im Store „Nicht verfügbar für Gerät“ Ich selbst bin all dem etwas unglücklich und habe fast alle vorinstallierten Apps gelöscht. Ansonsten ist das Chromebook ideal für alles „Zwischendurch“, da ich dazu sowieso fast immer einen Browser brauche.

Was auch zu bedenken ist die Tatsache, dass man sich mit einem Chromebook an Google und der dazugehörigen Cloud bindet. Alles was man dort speichert ist einfach zu erreichen. So Dinge wie Microsofts Onedrive oder die MagentCloud bereiten schon größere Probleme. Ich nutze viel Onedrive und habe zu noch keine, für mich nutzbare Lösung, auf dem Chromebook gefunden.

Chromebook Spin 311 CP311-3H-K2RJ (ARM)

  • Chrome OS™
  • ARM Cortex A73 2 GHz
  • ARM Mali-G72 MP3 geteilten Speicher
  • 29,5 cm (11,6 Zoll) HD (1366 x 768) 16:9 IPS Touchscreen
  • 4 GB, LPDDR4X
  • 64 GB Flash-Speicher

Das Gerät selbst gehört zu den günstigsten auf dem Markt und hat bei Otto an den Black Friday Tagen gerade mal 180€ gekostet. Es besitzt ein 11,6 Zoll Display, 64GB eMMC Speicher, 4 GB Arbeitsspeicher und wird von einem Octa-Core ARM Cortex Prozessor angetrieben. Das alles reicht um die von mir genutzten Programme und Tools verzögerungsfrei starten zu lassen. Und auch sonst kommt nicht der Gedanke hoch ich hätte ein lahmes Ding gekauft. Das Gerät hat ein silbernes Kunststoffgehäuse. Wenn man es aufklappt denkt man, ja der Bildschirm ist schön groß. Das ändert sich schnell nach dem Einschalten. Das Gerät hat nämlich dicke, fette Ränder. Der eigentliche Bildschirm wirkt da klein und ist es wohl auch. Da es ein Convertible ist soll der Bildschirm um fast 360 Grad drehbar sein. Das habe ich aber noch nicht getestet. An der Tastatur gibt’s nichts auszusetzen. Das Touchpad doch gewöhnungsbedürftig. Um die Funktion „Antippen und Ziehen“ muss man schon etwas üben, sonst klappt’s nicht.

Ich bin zufrieden mit dem Notebook und denke daran habe ich länger als an den beiden Vorgängern.